Beim Augenultraschall (Synonyme: Augensonographie; Augen-Ophthalmographie) handelt es sich um ein häufig eingesetztes Verfahren der Ophthalmologie (Augenheilkunde) zur Diagnostik von optisch nicht einsehbaren Veränderungen speziell im vorderen Anteil der Orbita. Obwohl andere bildgebende Verfahren wie beispielsweise die Computertomographie (CT) oder die Magnetresonanztomographie (MRT) kontinuierlich weiterentwickelt wurden und sich die Anwendungsgebiete dieser zusätzlichen bildgebenden Verfahren vervielfacht haben, stellt die klassische Sonographie den Goldstandard (Untersuchungsmethode der 1. Wahl) dar.

  • Es besteht bei der Sonographie des Auges ein höheres Auflösungsvermögen im Vergleich zu CT oder MRT.
  • Des Weiteren ist weder der Bedarf für eine Kontrastmittelinjektion wie bei der Angiographie (die Darstellung des Blutgefäßsystems durch Injektion eines Kontrastmittels und anschließender Anwendung diagnostischer Bildgebungsverfahren wie beispielsweise dem Röntgen) noch für eine Strahlenbelastung wie bei der Verwendung eines CTs gegeben. Auf Grund dessen ist die Option zur beliebigen Wiederholbarkeit der Diagnostik umsetzbar.
  • Zusätzlich wird eine Betrachtung sowohl der muskelassoziierten Bewegungsvorgänge als auch der Strömungsvorgänge in den Blutgefäßen in Echtzeit und in vivo (im lebenden Körper) realisierbar.
  • Nicht nur die im Vergleich zu CT und MRT fehlende Invasivität ist als Argument für die Anwendung der Sonographie zu werten, auch der günstigere Preis der Untersuchung spricht für die Verwendung des Ultraschalls in der Augendiagnostik.