Im Gegensatz zu der klassischen Kataraktbehandlung wird bei dieser Methode mithilfe computergesteuerter Laser eine einwandfreie Technologie für die chirurgischen Schnitte eingesetzt.

Risiken werden reduziert und die Heilungszeit verkürzt...

Gegenüber der seit mehr als 40 Jahren etablierten manuellen Katarakt-Operation stellt die Femtosekundenlaser-assistierte Operationsmethode eine Weiterentwicklung dar. Der Eingriff kann schonender und mit weniger Komplikationen durchgeführt werden. Die Wundheilung wird dadurch begünstigt. Eine Modifikation an den Laserparametern erlaubt eine individuelle Anpassung der Operation.

Personalisiert, schnittlos, zuverlässige Operation

Der gesamte Eingriff erfolgt in zwei auch räumlich voneinander getrennten Abschnitten. Nachdem der Patient in einem separaten Behandlungsraum liegend unter dem Lasergerät platziert worden ist, führt der Laser die ersten und wichtigsten Operationsschritte durch:

  • computergesteuerte Öffnung der Linsenkapsel,
  • Zerteilung der getrübten Linse,
  • computergesteuerter, stufenförmiger Schnitt durch die Hornhaut als Zugang in das Auge.

Im nächsten Operationsabschnitt erfolgen dann die weiteren Schritte in einem sterilen Operationssaal. Zunächst werden die Zugänge in das Auge vollständig mit einem stumpfen Instrument eröffnet. Auch das Absaugen der zerteilten Linse und das Einsetzen der Kunstlinse werden hier weiterhin manuell durch den Operateur durchgeführt.

Die Sehqualität erhöht sich

Mittels des Femtosekundenlasers wird eine präzisere, kreisrunde Eröffnung der Linsenkapsel erreicht, welche relevant ist für eine zentrale Linsenpositionierung. Ein Einreißen der Kapsel mit dem Risiko des Abrutschens der Kunstlinse soll so reduziert werden. Weiterhin zeigen so behandelte Augen niedrigere Aberrationen. Insbesondere für den Einsatz von Premium-Kunstlinsen bietet eine präzisere Eröffnung der Linsenkapsel bessere Voraussetzungen.

Durch ein selbstschließendes Schnittprofil in der Hornhaut wird zum einen eine schnellere Wundheilung begünstigt, zum anderen das Risiko einer durch den Operateur hervorgerufenen neuerlichen Verkrümmung der Hornhaut entgegengewirkt.

Durch den Einsatz des Femtosekundenlasers wird eine deutlich bessere Prognose, Reproduzierbarkeit und Genauigkeit des Operationsergebnisses im Sinne einer Brillenunabhängigkeit ermöglicht.

Die Reduktion der benötigten Ultraschallenergie gegenüber der Standard-Katarakt-Operation führt zu einer Schonung des umliegenden Gewebes, insbesondere zu einer geringeren Belastung des Hornhautendothels, und folglich zu weniger Komplikationen nach der OP. Eine Reduktion der benötigten Energie um etwa 50 % wird in der Literatur beschrieben.

Während des Eingriffs besteht zusätzlich die Option der Korrektur einer Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) durch oberflächliche Laserschnitte in die Hornhaut (antiastigmatische Entlastungsschnitte). Damit wird ebenfalls eine postoperative Verbesserung des Rohvisus (Sehschärfe ohne Brillen- oder Kontaktlinsenkorrektur) möglich.