• Schätzen Sie Ihre Augen bei starken Lichteinstrahlungen durch das Tragen einer Sonnenbrille.
  • Das Rauchen schadet auch unseren Augen ebenso wie unseren anderen Organen. Nicht rauchen.
  • Nehmen Sie häufig C-Vitamin ein, es mindert das Kataraktrisiko.
  • Konsumieren Sie genügend Gemüse und Obst ein, es hat positive Wirkungen auf Ihre Gesundheit.

Letztendlich ist jede Operation individuell und es kann Ausnahmen hervorrufen, aber im Normalfall wird nach einer Katarakt Operation aufgrund der gegenwärtigen Techniken keine Naht mehr benötigt.

Die Heilungsdauer, die nach der OP für die Heilung benötigt wird, kann sich je nach Schwierigkeit und Härte des Katarakts ändern

In einem Rahmen von einer bis zwei Wochen wird ein gutes Sehvermögen erreicht. Nach 15 bis 30 Tagen sind die Augen völlig ausgeheilt. Je früher die Krankheit diagnostiziert und behandelt wird, desto schneller verläuft die Heilung.

Mit speziellen Ausnahmen, wird die Linse ein Leben lang im Auge bleiben.

Die multifokalen Linsen sind im Gegensatz zu den monofokalen Linsen, wegen der zusätzlichen Vorteile ein wenig teurer.

Die Kostenübernahme sollten Sie mit Ihrer Krankenkrasse in Ihrem Heimatland ansprechen, um Missverständnisse nach der OP vorzubeugen.

Unter einer Augen-Laser-OP versteht man ein operatives Verfahren am Auge, das mittels Laserdurchgeführt wird. Meist sind mit dem Begriff "Augen-Laser-OP" Verfahren der refraktiven Chirurgie, d.h. Methoden zur Behandlung der Fehlsichtigkeit (z.B. Kurzsichtigkeit, Hornhautverkrümmung) gemeint. Laser werden aber auch zur Behandlung anderer Augenerkrankungen eingesetzt, z.B. bei diabetischer Retinopathieals Netzhaut-Lasertherapie.

Die Verfahren der Laserbehandlung sind “Excimer Laser” die PRK, LASEK oder die LASIK-Technik.

Eine Augen-Laser-OP bietet die Chance auf Unabhängigkeit von Sehhilfen wie Brille und Kontaktlinsen. Für viele Menschen ist dies mit einer ganz neuen Lebensqualität verbunden, z.B. mehr Freiheit bei Sport (Fußball, Squash, etc.), Wassersport (Schwimmen, Surfen, etc.), beim Autofahren, im Beruf oder im Urlaub (Pool, Strand, etc.),. Bei der Femto-LASIK, LASIK, Epi-LASIK, LASEK und PRK sind jeweils allgemeine und individuelle Risikofaktoren zu beachten.

Ob an einem Auge eine wiederholte Laser OP durchgeführt werden kann, ist abhängig von der Dicke der Kornea. Falls ein Rückfall vorhanden ist und falls die Korneadicke adaptiv ist, kann eine weitere Durchführung erfolgen. Bei %5 der Fälle wird eine erneute Laseranwendung benötigt.

Ein weiterer Eingriff kann besonders bei Patienten vorkommen, bei denen eine Verbesserung mit hoher Stärke gemacht wurde oder bei denjenigen, deren Körperbau eine übermäßige Reaktion gezeigt hat.

Da in der zweiten Laseranwendung kein Mikrokeratom verwendet wird, wird die Operation hinsichtlich des Patienten viel angenehmer verlaufen.

Mit Lasik kann die Myopie in niedrigem, mittelständigem und hohem Grad behandelt werden.

Kaum Schmerzen während und nach der Operation.

Sehr schnelle Visuserholung, das Behandlungsergebnis ist praktisch sofort nach dem Eingriff erfahrbar.

Verglichen mit Implantaten geringes Infektionsrisiko.

Es liegen jahrelange Erfahrungen durch weltweit Millionen von Operationen vor.

Nach der Lasik geschieht das Erreichen der Ausgeglichenheit viel schneller.

Beide Augen können zusammen operiert werden.

Kann ohne Stationierung im Krankenhaus verwirklicht werden.

Die Patienten können innerhalb von 24 Stunden ihre alltäglichen Aktivitäten antreten.

Während der Voruntersuchungen vor einer Laser Behandlung wird festgestellt, ob der Patient für einen derartigen Eingriff passend ist. Besteht kein Risiko für den Patienten, kann die OP ohne derartige Risiken durchgeführt werden.

Der Rücktritt der Stärke nach dem Lasern ist auf keinen Fall möglich. Es kann zu leichten Rückfällen führen, die allerdings nicht einmal den Einsatz einer Brille benötigen. Falls die zu Ausgangsstärke sehr hoch ist und ein einmaliger Eingriff nicht genügt, kann durch einen zweiten Eingriff die Fehlsichtigkeit komplett korrigiert werden.

Der Excimer Laser, der bei der Behandlung von Bruchfehlern benutzt wird, ist in der Kornea wirksam. Dem tieferen Gewebe gegenüber zeigt sie überhaupt keine Wirkung. Bisweilen sind bei Fällen der Glaukom oder Kataraktbehandlungen derartige Beschwerden nicht gemeldet worden, jedoch können die Steroiden Augentropfen, die nach dem Lasern für die Reaktionskontrolle benutzt werden, bei manchen Patienten den intrakuläre Druck vorläufig erhöhen. Aus diesem Grund werden die Medikamente kontrolliert eingenommen und im Falle einer solchen Reaktion wird der intrakuläre Druck wieder verschwinden, wenn die Einnahme der Medikamente unterbrochen wird.

Diejenigen Patienten, die eine hohe Brillenstärke benötigen, können nach einem einmaligen Eingriff auf eine niedrigere Stärke greifend, eine Brille weiterhin tragen oder sich einer weiteren OP unterwerfen. Für das Tragen von Softlinsen muss die Augenstruktur nach einer Laser Behandlung völlig ausgeheilt sein.

Durch das Turbo-Augenverfolgungssystem können die kleinsten Drehungen und Bewegungen automatisch verfolgt werden. Somit ist es nicht möglich, dass die Laserstrahlen Ihre Augen beschädigen.

Je nach Zustand, Art und Grad des Katarakts kann sich Dauer der OP ändern. Heutzutage können die Katarakt-OP mit der Fakoemulsifikationstechnik in sehr kurzer Zeit durchgeführt werden.

Bei einer Katarakt-OP wird üblich lokal anästhesiert. Die Narkose (Allgemeinanästhesie) wird bei Kindern, Kleinkindpatienten und manchen speziellen Fällen eingesetzt.

Wenn die künstliche Linse, die in Ihre Augen eingesetzt worden ist, je nach ihrer Weitsichtigkeit bemessen wird, werden Sie eine Lesebrille benötigen. Falls spezielle “multifokale” intrakulären Linsen, die sowohl die Ferne, als auch die Nähe klar zeigen, in Ihre Augen eingesetzt werden, benötigen Sie keine Brille.

* In manchen Fällen wird der Gebrauch einer Brille nötig sein.

Brennende Augen können unterschiedliche Ursachen haben – zu den häufigen Ursachen zählen:

Entzündungen am Auge, z.B. eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis)

das sogenannte trockene Auge (Sicca-Syndrom)

eine Entzündung des Gewebes zwischen Lederhaut und Bindehaut (Episkleritis)

eine Entzündung des Augenlidrands (Blepharitis)

Verletzungen der Augenoberfläche

Seltener haben brennende Augen folgende Ursachen:

eine Entzündung der Lederhaut des Auges (Skleritis)

ein sogenanntes Flügelfell (Pterygium), also eine Wucherung von gefäßhaltigem Gewebe der Bindehaut auf der Hornhaut

eine Hornhautentzündung (Keratitis)

Vor allem im höheren Lebensalter können brennende Augen oft durch eine altersbedingte Bindehautveränderung, dem Lidspaltenfleck (Pinguecula), hervorgerufen werden. Beim Lidspaltenfleck bildet sich seitlich der Iris, im weißen Bereich des Auges, ein gelblicher, meist flacher, seltener erhabener Fleck. Dabei handelt es sich um eine harmlose Veränderung am Auge.

Bei Augenbrennen kommen zudem als Ursachen infrage:

Allergien

Überanstrengung der Augen, z.B. nach langer Arbeit an einem Computerbildschirm

Giftstoffe wie Chlor, Formaldehyd und Amalgam

Reizung der Augen, z.B. durch Staub, Rauch oder Zugluft

Ein rotes Auge ist meist beunruhigend, jedenfalls ein vieldeutiges Symptom mit zahlreichen, manchmal tatsächlich schwerwiegenden Ursachen. Doch auch das gibt es: Ein Blutgefäß in der Bindehaut platzt unbemerkt, ein roter Fleck ist entstanden. Der beängstigende Anblick täuscht, denn solche Blutungen sind häufig völlig harmlos. Nicht anders die kurze, manchmal durchaus heftige Reaktion des Auges auf ein eingefangenes Staubkorn oder winziges Insekt: Sobald die Tränen es herausgespült haben, lassen Rötung und Brennen nach.

Können spontane Verletzungen oder chemische, physikalische und mechanische Einflüsse als Ursachen ausgeschlossen werden, treten Störungen wie das trockene Auge und Entzündungen der Bindehaut oder tieferer Augenabschnitte bei der Spurensuche in den Vordergrund. Außerdem wird der Arzt eine Infektion des Auges berücksichtigen. Allergien und andere, meist immunologische Erkrankungen, die das Auge miterfassen, kommen ebenfalls infrage. Im Allgemeinen zeigen sich dann aber noch weitere Beschwerden. Auf Verletzungen und Operationsfolgen am Auge geht dieser Beitrag nicht ein.

Augenrötungen entstehen häufig dadurch, dass Blutgefäße der Bindehaut, oft auch der Lederhaut, erweitert sind und verstärkt durchblutet werden. Die Bindehaut bedeckt als durchsichtige Schutzschicht den vorderen Teil des Auges. Sie liegt über der Lederhaut. Am Rand schlägt sie auf die Innenseite der Augenlider über. Daher können die Augenlider bei Bindehautentzündungen anschwellen. Die Lederhaut gibt als feste Hülle dem Auge Halt.

Rötungen können plötzlich oder allmählich an einem oder beiden Augen auftreten. Im „Augenweiß“ oder am Lid sind sie für jeden leicht erkennbar. Ernstzunehmen sind Rötungen, die sich nicht kurzfristig wieder zurückbilden, sich verstärken oder mit weiteren deutlichen Beschwerden verbunden sind. So sollte man zum Beispiel bei einem geröteten und juckenden Auge, das ständig zu Augenreiben verleitet, baldmöglich zum Augenarzt gehen. Das gilt auch, wenn das Auge tränt oder vermehrt lichtempfindlich ist, und allemal bei Augenschmerzen. Tut ein Auge „nur“ beim Berühren weh, bei leichtem Druck mit dem Finger oder wenn es sich bewegt, ist das ebenfalls ein Warnsigmal, auch wenn äußere Veränderungen fehlen.

Alarmierend sind auch starke oder eitrige Absonderungen, eine deutliche Lidschwellung, Sehstörungen oder begleitende Allgemeinsymptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Krankheitsgefühl. Die Beschwerden können einen Notfall anzeigen, beispielsweise ein akutes Glaukom als spezielle Form des grünen Stares.

Krämpfe der Augenmuskel sind üblich in stressigen Zeiten zu sehen. Es verweist nicht auf eine Augenkrankheit. Falls es nicht von alleine verschwindet und sie stört, empfehle ich Ihnen, unbedingt einen Nervenarzt aufzusuchen.

Die meisten Menschen haben ab und zu Augenringe unter ihren Augen. Meist wirken sie wie ein dunkler Schatten, welcher leicht violett oder auch bräunlich sein kann. In der Regel sind Augenringe erblich. Meistens liegt es aber auch daran, dass wir uns zu wenig Schlaf gönnen oder auch am Vorabend etwas zu viel getrunken haben. Augenringe reflektieren also einen gewissen Grad an Erschöpfung und Müdigkeit. Mit dem Alter erhöht sich die Neigung zu Ringen unter den Augen zusätzlich.

Für die Produktion der Tränenflüssigkeit zeichnen sich mehrere Drüsen verantwortlich. Diese sitzen in der Augenhöhle, in der Bindehaut, an den Lidrändern und unter dem Oberlid. Durch den Lidschlag – innerhalb einer Minute öffnet und schließt sich das Augenlid normalerweise zwischen 10- und 15-mal – wird der Tränenfilm auf der Oberfläche des Auges verteilt. Durch kleine Öffnungen an den oberen und unteren Lidinnenkanten wird die Tränenflüssigkeit nach und nach wieder abtransportiert.

Normalerweise wird das Auge mit den Tränen fortwährend feucht gehalten. Keratokonjunktivitis sicca oder sicca Syndrom bezeichnet eine unzureichende Benetzung der Hornhaut und der Bindehaut mit Tränenflüssigkeit (Syndrom des trockenen Auges) mit Entzündung der Hornhaut(Keratitis) und der Bindehaut (Konjunktivitis).

Von trockenen Augen spricht man, wenn die Bindehaut und die Hornhaut nicht mehr mit ausreichend Tränenflüssigkeit benetzt werden. Dafür gibt es verschiedene Ursachen: Es wird nicht mehr genügend Tränenflüssigkeit produziert, die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit hat sich verändert oder die Lidschlagfrequenz ist gesunken. Ebenso spielen auch Umweltreize eine wichtige Rolle, die oftmals für eine erhöhte Verdunstung der Tränenflüssigkeit sorgen

Es gibt einige Krankheiten, die zum Sehverlust führen können.

Unter einem Sehverlust versteht man die teilweise oder vollständige Einschränkung des Visus auf einem oder beiden Augen. Ein vollständiger Sehverlust, der beide Augen betrifft, führt zur Blindheit.

Ursachen für einen plötzlichen Sehverlust können sein:

  • Vaskuläre Ursachen (Gefäßverschluss, z.B. Verschluss von Netzhautgefäßen oder Apoplex)
  • Neurologische Ursachen (z.B. Optikusneuritis)
  • Augeninfektionen, z.B. durch Chlamydia trachomatis
  • Entzündungen des Auges
  • Netzhautablösung
  • Glaukom
  • Katarakt
  • Myopie
  • angeborene/genetische Ursachen z.B. hereditäre Optikusatrophie
  • Linsentrübung durch Antikörperkomplexe

Die Farbenblindheit, die in der Medizin auch Daltonismus oder Achromasie genannt wird, ist in der Regel eine angeborene Krankheit, bei der keine Farben, sondern nur Hell-Dunkel-Kontraste wahrgenommen werden können. Man unterscheidet zwischen der okulären (angeborenen) Achromatopsie und der cerebralen (erworbenen) Achromatopsie. Bei der angeborenen Farbenblindheit ist die Störung des Sehens in der Netzhaut, mithin im Auge, lokalisiert. Die Ursache liegt bei den Farb-Rezeptoren (Zapfen) in der Netzhaut des Auges, welche die farbliche Wahrnehmung der Umwelt ermöglichen. Von diesen Farbrezeptoren gibt es drei Arten, die die Farbreize aufnehmen und weiterleiten. Bei Achromaten funktioniert keine dieser Zapfenarten, sie können somit keine Farben erkennen.

Bei der erworbenen Farbenblindheit liegt eine neurologische Störung der Farbwahrnehmung vor. Sie kann zum Beispiel nach einem Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma oder anderen Gehirnläsionen auftreten. Dabei liegt keine Störung des Auges als Sinnesorgan selbst vor, sondern in der gestörten Verarbeitung der Sinneswahrnehmung der Farbe. Anders als bei der angeborenen Farbenblindheit liegt keine Störung der Sehschärfe vor.

Für die angeborene Störung der Netzhaut ist eine Therapie derzeit nicht möglich. Es gibt spezifische Hilfsmittel, die man nach den Sehproblemen in drei Gruppen unterteil: Minderung der Blendung, Kompensation der geringen Sehschärfe und Ausgleich des fehlenden Farbsehens. Um die angeborene Farbenblindheit zu heilen besteht eine Methode mithilfe einer Linse, die vor das Auge eingesetzt wird.

Wenn über juckende Augen geklagt wird, sind diese in den meisten Fällen durch Infektionen, Gerstenkorn und Allergien, aber auch durch Augentrockenheit oder Überanstrengung verursacht. Unsere Augen sollten als wichtige Sinnesorgane unbedingt richtig behandelt werden, um ernsthafte Folgen auf die Sehkraft zu verhindern. Art, Dauer und Begleitsymptome des Augenjuckens geben Hinweise auf die Ursache und damit auf eine angemessene Behandlung. Besteht Verdacht auf eine bakterielle Infektion oder treten heftige Begleitsymptome auf, ist eine Untersuchung durch den Augenarzt unumgänglich.

  • Minderung des Sehverlusts (auch wenn es auch vorläufig ist)
  • Vor den Augen schwimmende, fliegende Gegenstände (schwarze Härchen, Federchen, Punkte, Flecken, Lichtblitze)
  • Ein Gefühl, als würde man hinter einem Vorhang oder einem Schleier schauen.
  • Wahrnehmung von bunten Ringen um die Lichter
  • Schmerzempfinden in den Augen sowie im Augenumfeld
  • Rötungen an der Haut im Augenumfeld oder im Auge
  • Ödeme in den Augen
  • Der Vortritt oder Abprallen des einen oder des anderen Auges
  • Das Schielen im Auge, Silberblick
  • Die Doppelsicht
  • Diabetes
  • Hohe Armtension, Arteriosklerose
  • Nierenerkrankung

Presbyopie bezeichnet den fortschreitenden, altersbedingten Verlust der Nahanpassungsfähigkeit des Auges mittels Akkommodation. Umgangssprachlich ist hierbei die Rede von der Altersweitsichtigkeit. Diese Art der Weitsichtigkeit ist dabei keine Krankheit, sondern ein normaler altersbedingter Funktionsverlust. Ab einem bestimmten Alter, meistens Anfang der 40er Jahre, nimmt die Akkommodationsbreite durch Sklerosierung und Elastizitätsverlust des Linsenkerns stetig ab. D.h. die Augenmuskeln verändern die Form der Linse.

Das Auge ist im Prinzip ähnlich wie ein Fotoapparat aufgebaut, bei dem das Licht durch ein Objektiv gebündelt und fokussiert wird und dann den Film belichtet. Im Auge erfolgt die Bündelung des Lichtes durch Hornhaut (das klare Fenster des Auges) und Linse. Damit wird das Bild auf die Sinneszellen der Netzhaut fokussiert.

Beim Blick in die Ferne ist ein kleiner Muskel namens Ziliarkörper, angespannt, dadurch sind die Zonulafasern, an denen die Linse aufgehängt ist, gespannt und die Linse hat eine flache Form, geeignet, entfernte Lichtstrahlen auf die Netzhaut zu fokussieren. Beim Blick in die Nähe entspannen sich Ziliarkörper und Zonulafasern. Die Linse wird dadurch dicker, hat eine höhere Brechkraft und kann nahe Objekte auf die Netzhaut fokussieren. Dieser Vorgang, Akkommodation genannt, erspart uns in jungen Jahren die Lesebrille.

Durch natürliche Alterungsprozesse ändert sich mit der Zeit die Verformbarkeit der Linse. Sie erstarrt förmlich in der Ferneinstellung. Objekte in der Nähe können immer weniger auf die Netzhaut fokussiert werden und erscheinen unscharf. Da die Linse sich nun nicht mehr auf nahe Objekte einstellen kann, muss diese fehlende Brechkraft durch eine Nahkorrektur ersetzt werden. Typischerweise ist dies eine Lesebrille, ein Nahteil in der Fernbrille oder ein sogenanntes Gleitsichtglas.

Eines der ersten Merkmale der Weitsichtigkeit ist beispielsweise der Entfernungsbedarf der Gegenstände beim Lesen. In den weiterführenden Phasen steigert sich das Trübsehen und es entstehen Schmerzen im Stirn- sowie Schläfengebiet. Das Fokussieren der Augen an die nahstehenden Gegenstände kann mit der Zeit zu anderen Problemen führen. Nach dem Lesen wird es im ersten Moment schwerfallen, die in der Ferne stehenden Gegenstände sofort klar zu sehen, denn die fern stehenden Gegenstände bedürfen ebenfalls eine weitere Fokussierung der Augen.

Die einzige Lösung für die Weitsichtigkeit ist eine Nahkorrektur (Lesebrillen oder Kontaktlinsen). Personen, die wegen einer Myopie bereits Linsen tragen, benötigen eine doppelfunktionelle Brille oder sie verwenden zwei verschiedene Brillen.

Weil die Weitsichtigkeit sich mit dem Alter mehr verschlechtert, werden die Rezepte bis zum 60.Lebensjahr immer wieder erneuert. Ab diesem Alter wird die Brillenstärke konstant und ab 60-65 Jahren fällt die Fokussierungsfähigkeit des Auges völlig aus, weil die Linse ihre Elastizität verliert, in dieser Phase ist das Sehen der nahen Gegenstände völlig von einer Brille abhängig.

Kontaktlinsen (auch Haftlinsen, Haftschalen oder Haftgläser; nicht zu verwechseln mit Kontaktgläsern) sind optische Hilfsmittel, gehören zu den Sehhilfen und stellen als solche eine Alternative zur Brille dar. Kontaktlinsen liegen nicht direkt auf der Hornhaut des Auges auf, sondern schwimmen auf einem feinen Tränenfilm. Man unterscheidet zwischen formstabilen (harten) und weichen Kontaktlinsen. Mit ihnen lassen sich die meisten optischen Fehlsichtigkeiten (Ametropien) wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit,Astigmatismus oder Presbyopie korrigieren. Besonders komplizierte Formen von Fehlsichtigkeiten wie Keratokonus, Keratoglobus oder sehr unterschiedliche Brechungsverhältnisse (Anisometropie) lassen sich mit Kontaktlinsen gut korrigieren, meist besser als mit einer Brille.

Es werden zwei Formen der Kontaktlinsen unterschieden: die Harten und die Weichen.

Kontaktlinsen, die nicht gut und sachgemäß angepasst sind, können das Auge schädigen. Deshalb sollte die Anpassung (Kontaktologie) von einem entsprechend geschulten Fachmann vorgenommen werden, in der Regel von einem Augenarzt, einem Augenoptiker oder einem Optometrist. Dieser sichert ein bestmögliches Resultat zu und haftet bei Problemen im gesetzlichen vorgegebenen Rahmen. Der Anpasser berücksichtigt die individuelle Form des Auges genauso wie die Kraft der Augenlider beim Zwinkern. Besondere Aufmerksamkeit kommt dem Tränenfilm zu, dessen Eigenschaften das jeweilige Linsenmaterial mitbestimmen.

Auch auf die Tragedauer der Kontaktlinsen ist zu achten. Tageslinsen stellen einen Sonderfall dar, da sie nur für bestimmte Situationen genutzt werden (Sport, Arbeit, wenn aus Sicherheitsgründen keine Brille getragen werden kann etc.). Die Tageslinsen werden nach wenigen Stunden, spätestens aber nach 16 Stunden, aus dem Auge genommen und entsorgt. Weiche Kontaktlinsen sollten regelmäßig getauscht werden. Die Hersteller bieten dem Kunden mehrere Varianten zur Auswahl. Hier sind Zeiträume von ein bis zwei Wochen bis hin zu zwölf Monaten möglich. Das Altern der Kontaktlinsen reduziert den Tragekomfort. Häufigster Nutzungsfehler ist die zu lange Tragedauer von Austauschlinsen. Nach Ablauf der Nutzungszeit wird das Auge erheblich schlechter mit Nährstoffen versorgt, wodurch die unten genannten Risiken entstehen. Daher sollte die Dauer des Tragens der Kontaktlinsen immer in Absprache mit dem Augenarzt und Augenoptiker erfolgen.

Der Kontaktlinsenträger sollte regelmäßig die Nachkontrolltermine wahrnehmen, um Risiken zu vermeiden. Auf gute Hygiene muss geachtet werden, indem die Kontaktlinsen-Pflegemittel passend zum Linsenmaterial ausgewählt und die Flüssigkeiten regelmäßig gewechselt werden. Kontaktlinsen altern und können dann Gebrauchsspuren, Ablagerungen und Beschädigungen aufweisen.

  • Tragen Sie nur die Linsen nur in den Zeiten, die Ihr Arzt Ihnen empfohlen hat.
  • Vernachlässigen Sie nicht Ihre Nachkontrollen
  • Reinigen, spülen und desinfizieren Sie Ihre Linsen jedes Mal nach dem Abnehmen
  • Benutzen Sie die gleiche Linsenlösung nicht zweimal. Ferner sollten Sie unterschiedliche Pflegemittel nicht hintereinander zusammenbenutzen. Verwenden Sie nur die Pflege, die Ihr Arzt Ihnen verschrieben hat.
  • Teilen Sie Ihre Linsen nicht mit anderen.
  • Bringen Sie Aerosol und Sprays auf keinen Fall in Kontakt mit Ihren Augen.
  • Schminken Sie auf keinen Fall den Innenbereich des Augendeckels und benutzen Sie ohne die Zusage Ihres Arztes keine Tropfen oder weitere Medikamente.
  • Berühren Sie die Flaschenmündungen nicht mit Ihren Fingern oder mit den Kontaktlinsen.
  • Wenn Sie Augenbeschwerden (Schmerzen, Brennen, Juckreiz, u.ä.) haben, nehmen Sie Ihre Linsen ab. Wenn der Zustand anhält, suchen Sie Ihren Arzt auf.

Es gibt auch Farbenlinsen, die kurzsichtige, weitsichtige und Astigmaten ansprechen. Es besteht ferner keinen Unterschied hinsichtlich der Nummern sowie Gebrauch. Hygienisch stehen sie unter denselben Voraussetzungen. Jedoch ist der einzige Unterschied, dass bei den Farbenlinsen die Sicht nicht so hochwertig ist wie bei den Farblosen.

Als Augeninnendruck bezeichnet man den physikalischen Druck, der auf der Augeninnenwand lastet. Er bewirkt eine konstant glatte Wölbung der Hornhautoberfläche, einen gleich bleibenden Abstand zwischen Hornhaut(Cornea), Linse und Netzhaut des Auges sowie eine gleichmäßige Ausrichtung der Fotorezeptoren auf der Netzhaut. Zudem hält er die stabile Kugelform des Augapfels aufrecht. Die Regulierung des Augeninnendrucks erfolgt durch das Kammerwasser. Es wird vom Epithel des Ziliarkörpers gebildet und gelangt zwischen Iris und Augenlinse durch die Pupille in die Vorderkammer des Auges. Von dort fließt es zum größten Teil über das Trabekelwerk des Kammerwinkels durch den Schlemmschen Kanal in das episklerale Venensystem ab. Der intraokulare Druck ist abhängig von der Kammerwasserproduktion und dem Abflusswiderstand des Trabekelwerkes.

Ein erhöhter Augeninnendruck ist einer der wichtigsten Risikofaktor für die Entwicklung eines Glaukoms. Es gibt aber auch Glaukomarten, bei denen der Augeninnendruck nicht erhöht ist – diese Gruppe nennt man Normaldruckglaukome. Bei dieser Form vermutet man, dass die Durchblutung des Auges eine wichtige Rolle spielen kann.

Wir werden nun auf die Ursachen von Glaukomschäden, wie der Augeninnendruck und die Durchblutung des Auges, zu sprechen kommen:

Es gibt unterschiedliche Gründe, welche zu einem erhöhten Augeninnendruck führen. Der weitaus häufigste Grund ist eine Beeinträchtigung des Kammerwasserabflusses.

Das Kammerwasser füllt die Vorderkammer. Seine Hauptfunktion ist die Ernährung der anliegenden Gewebe. Es wird vom Ziliarkörper – ein zirkuläres Gewebe, welches sich hinter der Regenbogenhaut befindet - produziert. Von dort fließt es zwischen der Regenbogenhaut und dem Kristallkörper durch die Vorderkammer in den Kammerwinkel (welcher durch die Regenbogenhaut und die Hornhaut gebildet wird).

  • Messung des Augeninnendruckes: Bei der Augeninnendruckmessung mit dem so genannten Applanationstonometer wird ein kleines Messköpfchen auf die Hornhaut gedrückt. Die Kraft, die benötigt wird, um die Hornhautoberfläche abzuflachen, entspricht dem Augeninnendruck.
  • Gesichtsfeldbestimmung: Die Bestimmung des Gesichtsfeldes dient dazu, das Ausmaß eines bereits bestehenden Schadens festzustellen. Der Patient sitzt vor einem halbkugelförmigen Schirm und fixiert einen Punkt in dessen Mitte. Jedes Mal wenn abwechselnd an verschiedenen Stellen in der Halbkugel Lichtpunkte mit unterschiedlicher Helligkeit aufleuchten, drückt der Patient einen Knopf. Wichtig dabei ist, dass sich der Patient nur auf den Fixierungspunkt konzentriert und nicht durch Herumschauen das Ergebnis verfälscht. Der Augenarzt kann anhand der gewonnen Werte feststellen, an welchen Stellen sich bereits Defekte befinden.
  • Untersuchung mit der Spaltlampe: Die Spaltlampe ist ein bewegliches Mikroskop, mit dem der Augenarzt die vorderen Augenabschnitte und auch die Netzhaut beurteilen kann. Wichtig ist hierbei die Beurteilung des Kammerwinkels mit einem so genannten Dreispiegelglas und die Beurteilung des Sehnnervenkopfes mit einer speziellen Lupe. Der Sehnnervenkopf kann außerdem genauer mit dem HRT vermessen werden.
  • Pachymetrie (Messung der Hornhautdicke): Aus verschiedenen Studien ist bekannt, dass bei Glaukomerkrankungen die Hornhautdicke von der durchschnittlichen Dicke abweicht und dicker ist als normal. Dies kann Auswirkungen auf die Messung des Augeninnendruckes haben: Es werden fälschlicherweise zu hohe Werte (bis zu 10 mmHg Abweichung) gemessen.
  • GdX: Diese Untersuchung wird zur Ermittlung der Nervenfaserschichtdicke zu Erkennung von Frühschäden beim Glaukom durchgeführt. In unserer Klinik bieten wir diese Untersuchung derzeit nicht an.
  • Retina Tomograph: Mit dem HRT kann genau festgestellt werden ob und in wie weit das Nervenfasergewebe des Sehnervenkopfes geschädigt ist. Bei Patienten mit Glaukom können kleinste Veränderungen dargestellt werden.

Lidbewegungsstörung

Ein tiefer hängendes Oberlid wird Ptosis genannt und kann verschiedene Ursachen haben. Es kommen hierfür zum einen neurologische Störungen, Muskelerkrankungen, als auch im Alter erworbene Lidmuskelschwäche (senile Ptosis) in Frage. Vor der Einleitung einer Therapie sollte zunächst die Ursache geklärt werden, da je nach Ursache eine unterschiedliche Therapie gewählt werden muss. Eine senile Ptosis kann nur durch eine Operation behoben werden, während sich eine neurologische Störung -je nach Grunderkrankung- auch von allein besser kann.

Bei Schlupflidern (Dermatochalasis) kann überschüssige und erschlaffte Lidhaut zu einer Sehbehinderung und eventuell sogar zum Tieferstand des Lides führen. Wird die überschüssige Lidhaut operativ entfernt, öffnet sich das Auge wieder wie gewohnt. Die Kosten für diesen Eingriff trägt nicht in jedem Fall die gesetzliche Krankenversicherung. Dies kann in einem vorbereitenden Gespräch bei uns geklärt werden.

Bei einem Blepharospasmus kommt es zu krampfartigem und unwillkürlichen Schließen und Zucken der Augenlider. Die einfachste Therapiemöglichkeit besteht in einer Lähmung des verantwortlichen Muskels durch gezielte Injektion von Botulinumtoxin. Der Effekt einer Injektion hält ca. 3 Monate an, dann muss die Behandlung wiederholt werden.

Ein unvollständiger Lidschluss, der zum Austrocknen der Augenoberfläche führen kann, wird Lagophthalmusgenannt und wird meist durch eine Lähmung des Gesichtsnervs (Fazialisparese) verursacht. Um den schützenden Lidschluss wieder herbeizuführen, können entweder kleine Gewichte in das Oberlid implantiert oder ebenfalls Botulinumtoxin injiziert werden.

Lidfehlstellungen

Häufig kommt es im Alter zu einer Erschlaffung der Lidmuskulatur und / oder der Lidbänder und in Folge davon zu verschiedenen Lidfehlstellungen. Zum einen können die Lidkanten in Richtung der Augenoberfläche „einkippen“, was zu scheuernden Wimpern und damit zu einem erhöhten Reizzustand führt (Entropium).

Zum anderen können die Lider (meist das Unterlid) auch nach außen rotieren, was Ektropium genannt wird und zu einer gestörten Benetzungsfunktion der Lider führt. Die Folge sind ebenfalls eine gereizte Augenoberfläche, sowie häufig ein tränendes Auge und Sehverschlechterung.

Beide Formen der Lidfehlstellung begünstigen den Eintritt von Bakterien in das Auge, was schwere Augeninfektionen zur Folge haben kann. Daher sollten sowohl das Ektropium als auch das Entropium rechtzeitig operativ korrigiert werden. Die geschieht in der Regel im Rahmen eines kleinen ambulanten Eingriffs in örtlicher Betäubung.

Liddrüsenentzündungen

Im Lid gibt es verschiedene Drüsen, wie z.B. die schweißbildenden Moll-Drüsen an den Wimpern, sowie die Meibom- und die Zeis-Drüsen, die dem Tränenfilm einen wichtigen Talganteil beisteuern und zudem ein Überlaufen der Tränenflüssigkeit über die Lidkante verhindern. Kommt es zu einer akuten, bakteriellen Entzündung einer Drüse, geht dies mit einer schmerzhaften, geröteten Schwellung einher und wird Gerstenkorn oder Hordeolum genannt. Ein Hordeolum kann mit antibiotischen Salben behandelt werden. Eine chronische Entzündung einer Talgdrüse wird Hagelkorn oder Chalazion genannt. Dieses ist -im Gegensatz zum Hordeolum- selten schmerzhaft und eine nicht-bakterielle Entzündung. Daher spricht ein Chalazion auch nicht auf antibiotische Salben an. Oft kommt es zur spontanen Entleerung der aufgestauten Talgmassen. Besteht das Chalazion jedoch längere Zeit, kann es operativ entfernt werden.

Faltenbehandlung

Wenn die Gesichtsmuskulatur die darüberliegende Haut zusammenschiebt, entstehen nach einiger Zeit Falten. Je öfter und länger dies geschieht, desto tiefer und dauerhafter werden die Falten. Diese Faltenbildung lässt sich dadurch vermeiden oder stark abschwächen, indem Teile der mimischen Muskulatur durch gezielte Injektion von Botulinumtoxin außer Gefecht gesetzt werden. Durch die Lähmung des Muskels kann dann die Haut nicht mehr in Falten gezogen werden, wodurch entweder erst gar keine Falte entsteht, oder geringe, noch nicht so ausgeprägte Falten sich wieder glätten. Damit ein so behandeltes Gesicht zwar jugendlich, aber nicht starr aussieht, sollten nur kleine, bestimmte Muskelgruppen behandelt werden. Dies sichert eine weiterhin lebendige und natürliche Mimik. Zur Behandlung eignen sich insbesondere die sogenannte Zornesfalte zwischen den Augenbrauen und die kleinen „Lachfalten“ am äußeren Augenwinkel. Die Kosten einer solchen Behandlung übernehmen in der Regel nicht die Krankenkassen. Eine ausführliche Beratung ist auch zur Kostenschätzung unerlässlich, die stark von den Wünschen und den anatomischen Gegebenheiten abhängen. Zur Faltenbehandlung und den entsprechenden Beratungen ist keine Überweisung notwendig, Sie können sich zur Terminvereinbarung direkt mit uns in Verbindung setzen.

Die Augenkrankheit Keratokonus bezeichnet die fortschreitende Ausdünnung und kegelförmige Verformung der Hornhaut des Auges (Kornea). Die Krankheit ist immer beidseitig, kann aber auf einem Auge schwächer ausgeprägt sein oder überhaupt nicht symptomatisch werden (Forme Fruste Keratokonus). Die Erkrankung ist also durch zwei Eigenschaften charakterisiert: 1. Progression: Die Hornhaut wird immer dünner und spitzer und 2. Sehschwäche: Durch die unregelmäßige Verformung der Hornhaut sinkt die Sehschärfe ab.

In der Regel sind die Betroffenen kurzsichtig. Diese Kurzsichtigkeit kann allerdings nicht vollständig mit einer Sehhilfe korrigiert werden, da die kegelförmige Hornhautvorwölbung eine irreguläre Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) bedingt.

Die Ursache für den Keratokonus ist bis heute, trotz umfangreicher Studien (z. B.Langzeitstudien in den USA bei 40.000 Betroffenen), noch nicht bekannt.

Selten kann es zu Rissen in der hinteren Hornhaut kommen, so dass Flüssigkeit aus der vorderen Augenkammer in die Hornhaut eindringt, es kommt zu einem Hydrops bzw. akuten Keratokonus. Dieser äußert sich außerdem in einer akuten, starken Eintrübung der Hornhaut (man sieht Nebel). Der Hydrops bildet sich i.a. von selbst zurück.

Meist wird eine Assoziation mit diversen Erbkrankheiten beobachtet:

  • Trisomie 21
  • Monosomie X-Syndrom
  • Ehlers-Danlos-Syndrom
  • Marfan-Syndrom

Ultrastrukturelle Untersuchungen zeigen, dass die reguläre Schichtung der Kollagenlamellen in der Hornhaut durchbrochen ist. Die Anordnung der Kollagenlamellen in einer orthogonalen Schichtung ist zerstört. Die Zerstörung erfolgt wahrscheinlich über proteolytische Aktivität. Diese kann durch ein initiales Ereignis wie genetische Disposition, übermäßiges Reiben am Auge und bestimmte Umweltfaktoren etc. gestartet werden. Das dann folgende biomechanische Ungleichgewicht zwischen Druckbelastung (Augendruck) und abnehmender Gewebsstärke hält dann einen Kreislauf aufrecht, der sich im Fortschreiten der Erkrankung ausdrückt.