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Keratokonus

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Keratokonus ist die Ausdünnung und kegelförmige Verkrümmung der Kornea. Das Ausmass der Verkrümmung der Kornea bei Keratokonuspatienten ist eine Besonderheit, die von Geburt steigt, dass heisst die Kornea lehnt sich nach Vorne hinaus. Durch die Steigerung der Verkrümmung der Kornea nach vorne hinaus entsteht Astigmatismus. Keratokonus hat folgende drei Phasen: Leicht (Phase 1), mittel (Phase 2) und fortgeschritten (Phase 3). Das erste Symptom bei Keratokonus ist verschwommene Sicht. Weitere oft auftretende Beschwerden sind, Erhöhung der Lichtempfindlichkeit, erhöhter Glanz, Verringerung der Nachtsicht, Kopfschmerzen, Schwierigkeiten beim Lesen, Doppeltsehen, Brand sowie Stich und Rötungen. Die Lebensqualität der Patienten dieser Krankheitsgruppe kann im fortgeschrittenen Masse beeinflusst werden. Keratokonus ist in der Regel eine Krankheit, die beide Augen befällt wobei ein Auge stärker betroffen werden kann als das Andere. Die Krankheit tritt bei Frauen und Männern in gleichem Masse auf. Keratokonus wird oft in den jungen Jahren bemerkt und tritt selten in den Zwanzigern oder mit dem alter auf.

Bei jeder Augenuntersuchung sollte ein sich verändernder oder steigender Astigmatismus auf Keratokonus aufmerksam machen. Sollte die Krankheit nicht verfolgt werden, wird eine enorme Ausdünnung der Kornea entstehen (fortgeschrittener Keratokonus), durch Ödem und Trübheit wird sich die Sehfähigkeit des Patienten verringern.

Behandlungsmethoden bei Keratokonus sind Kontaktlinsen, korneal cross-linking, Ringe im Inneren der Kornea und die Korneatransplantation.

Da weiche Kontaktlinsen uns Brillen die ungeordnete Struktur der Augenoberfläche nicht völlig korrigieren, sind gasdurchlässige Kontaktlinsen für Keratokonuspatienten besser geeignet. Die Nutzung dieser Art von Kontaktlinsen ist jedoch sehr schwierig und unangenehm für die Patienten. Dies erfordert sowohl beim Patienten als auch beim Arzt viel Geduld und hohe Sorgfalt.

Ultraviolett A und Riboflavin in Tropfen sorgt für die Steigerung der Innenbänder der Kornea und ihrer Widerstandsfähigkeit. Das Ziel dieser Therapie ist der Stop des fortschreitenden Keratokonus.

Korneale Ringe ist eines der Behandlungsmethoden, die für Keratokonuspatienten in letzter Zeit entwickelt wurde. 2 durchsichtige kleine Teile in Halbkreisform werden in die Kornea implantiert. Die kornealen Ringe stoppen nicht den Fortschritt des Keratokonus, jedoch korrigieren diese vorübergehend den Sehschaden, der durch den Keratokonus entsteht.

Auf 20% der Keratokonuspatienten wartet am Ende eine Korneatransplantation. Die Korneatransplantation ist die Positionsänderung des 7-9 mm Bereiches im Zentrum der Kornea. Die Korneatransplantation kann für Korneapatienten, die im fortgeschrittenen Status eintreffen unumgänglich sein. Obwohl 95% dieser Operationen mit Erfolg enden können wenn auch nur selten ernsthafte Komplikationen entstehen.