Uveitis
WAS IST UVEITIS?
Uveitis ist eine Gruppe entzündlicher Krankheiten der Uvea des Auges, die aus der Iris (Regenbogenhaut), der Choroidea (Adernhaut) und der Corpus ciliare (Strahlenkörper) besteht.
Den Bereich der gelartigen Masse in der Mitte des ballartigen Auges bedeckt ein drei schichtiger Bezug. Ganz außen befidet sich der als Sclera bezeichnete weiße Bereich, ganz im Inneren befindet sich der Bereich, den wir als Retina bezeichnen und der dafür sorgt das wir sehen können und in der Mitte befindet sich die Uvea. Eine Entzündung der Uvea wird als Uveitis bezeichnet. Die Uvea besitzt die Adern, die das Auge versorgen. Die Entzündung dieser Strukturen beeinflusst sämtliches Gewebe des Auges. Dies kann zu ernsthafter Gefährdung der Sehfähigkeit führen. Uveitis wird als ein separates Fachgebiet der Augenkrankheiten anerkannt. Wenn die Uveitis frühzeitig verfolgt und behandelt wird und sie durch den Patienten akzeptiert und gut verstanden wird, können erfolgreiche Ergebnisse erzielt werden..
Uveitis kann alle Schichten der Uvea, d.h. die Iris, die Choroidea und den Corpus ciliare oder nur eines dieser beeinflussen. Diese Situation darf nicht mit Entzündungen anhand von Mikroben durcheinander gebracht werden. Selbst wenn die Uveitis aufgrund von Viren oder Mikroben beginnt, ist dies eigentlich eine Situation, die sich daraus ergibt, dass sich die Reaktion auf Immunität der Mikrobe oder des Virus ändert. Daher ist Uveitis eine sehr komplexe Krankheit und verläuft bei jedem Patienten anders. Ihre Behandlung ist wie der Verlauf von der Person abhängig. Die Dosis des Medikaments bei der Behandlung die anzuwenden ist muss durch einen auf dem Gebiet der Uvea spezialisiertem und erfahrenem Arzt bestimmt werden.
Was sind Gründe für die Uveitis?
Bei 30-40% der Uveitispatienten kann der Grund für die Uveitis nicht ganz bestimmt werden. Uveitis kann zu einem durch Faktoren wie Viren, Pilze und Parasiten entstehen und zum anderen als Hauptsymptom einer Krankheit im Körper auftreten. Daher müssen anhand diverser Tests die Krankheiten untersucht werden. Zudem kann sich Uveitis auch parallel zu kollagengewebe- und autoimmunbasierten systemischen Krankheiten entwickeln. Als Beispiel können hierzu der Morbus Behçet, die ankylose Spondilitis und die rheumatoide Arthritis genannt werden.
Beschwerden die zu einer Uveitis führen können:
- Morbus Behçet
- Infektionen könne aus anderen Gebieten in das Auge überspringen (Bakterien, Viren, Parasiten oder Pilze):
- Tuberkulose, Syphilis, Herpes, Toxoplazmoza u.ä..
- Augentrauma- und operationen
- Autoimmune Reaktion (Krankheiten des Immunsystems) rheumatische Krankheiten, Colitis Ulcerosa, Sarkoidose.
Was sind die ersten Symptome der Uveitis?
- Lichtempfindlichkeit,
- Getrübte Sicht,
- Augenrötungen,
- Starke Schmerzen im Augapfel oder Augenbereich
- Fliegende Objekte,
- Greller Glanz,
- Feuchte Augen
Wie wird Uveitis diagnostiziert?
Wie heftig sie auch sein mag ist, die Uveitis eine akute Krankheit. Wenn es zu spät ist kann sich die Krankheit weiterentwickeln und für bleibende Nebenwirkungen wie Strukturschäden der Pupille, Katarakt oder Glaukom verantwortlich sein. Treten Symptome auf muss sofort als Erstes eine Untersuchung durch einen auf dem Gebiet der Uveitis erfahrenem Augenarzt durchgeführt werden. Wenn es für die erste Untersuchung bereits zu spät ist, kann dies zu einem bleibenden Sehverlust führen.
Manche Arten der Uveitis weisen typische Merkmale auf und die Diagnose kann sofort erfolgen. Selbst in diesem Fall, wenn die Rede von einer Retention am hinteren Bereich des Auges ist können zur Bestimmung in wie weit die Sehfähigkeit gefährdet ist und die Wirksamkeit der Behandlung verfolgt werden kann, fortschrittliche Diagnosemethoden wie die Augenangiographie (FFA) oder Ultrasonographie notwendig sein. Später können dann Rheumatologen, Fachärzte für Brustkrankheiten, Dermatologen und Neurologen gemeinsam Forschung betreiben.
Wie wird Uveitis behandelt?
- Wenn eine Krankheit dafür verantwortlich ist wird diese behandelt
- Sonnenbrillen können hilfreich sein
- Aktivitäten werden in der Regel nicht eingeschränkt. Wenn aber die Sehfähigkeit aufgrund vergrößerter Pupillen durch Augentropfen, die wegen der Krankheit und Behandlung eingesetzt werden, verringert wird, sind Autofahren und Tätigkeiten die Aufmerksamkeit benötigen gefährlich.
- Diät: Es gibt keine besondere Diät. (wenn aber zur Behandlung Kortison verabreicht wurde, dann wird eine salzlose Diät angewandt)
- Die Behandlung durch den Augenarzt:
- Medikamente: Augentopfen, Kortisontabletten- und spritzen
- Medikamente, die die Arbeitsweise des Immunsystems verändern.
- Auch die Behandlung der Infektion und der Krankheit, die die Uveitis verursacht hat kann eine Besserung gesichtet werden.
- Es ist sehr wichtig, dass die Patienten oft und gut beobachtet werden, denn manche Befunde können während der Beobachtung gemacht werden. Dies ist für die Diagnose und Behandlung hinsichtlich machbarer Veränderungen wichtig.
MORBUS BEHÇET
Morbus Behçet ist eine Krankheit, die am meisten in unserem Land, in Japan, den Mittelmeerländern und auf der Seidenstraße auftritt und sich durch Uveitis am Auge, wiederholten Geschwülsten an der Haut (im Genitalbereich) und dem Mund (aft) bemerkbar macht. Im Jahre 1937 wurde sie das erste Mal durch Prof.Dr.Hulusi Behçet beschrieben und ist die einzige Krankheit, die den Namen eines türkischen Wissenschaftlers trägt.
In unserer Heimat tritt sie bei 8-30/10.000 Personen (in den USA 1/300.000) auf. Die Entzündung im Auge, die eines der wichtigsten Organretentionen ist, tritt bei der Hälfte der Patienten auf. Es macht sich mit Blutungen im Auge und getrübter Sicht bemerkbar. Die Augenkrankheit tritt bei Männern und jungen Menschen häufiger auf und verläuft schwerer wohingegen bei Frauen und älteren Menschen sie weniger auftritt und schwächer verläuft. Die Symptome am Auge. Können in verschiedenen Arten auftreten.
Eines der ersten Befunde der Krankheit ist das Hypopyon. Bei nur 10-20% der Patienten mit einer Augenretention führt ein schwerer Verlauf bis zur Blindheit.
Heutzutage kann durch Einsatz von Medikamenten, die die Arbeitsweise des Immunsystems verändern, bei Morbus Behçet die Blindheit bis zu 80% verhindert werden. Selbst wenn die Patienten gar keine Beschwerden haben ist eine Bewertung durch einen Facharzt anhand einer detaillierten Augengrunduntersuchung und bei Bedarf einer FFA und anderen fortschrittlichen Diagnosemethoden sehr wichtig.



