Der Monat Ramadan ist eine Zeit, in der sich die Ernährungsgewohnheiten ändern. Längeres Fasten und Durst können insbesondere bei Menschen mit Diabetes den Blutzuckerspiegel beeinflussen. Daher sollten Diabetiker während des Ramadan einige Empfehlungen beachten, wenn sie fasten.

Beeinflusst die Änderung der Ernährungsweise Diabetiker? 

Plötzliche Veränderungen in der Ernährungsweise können den Blutzuckerspiegel bei Diabetespatienten direkt beeinflussen. Längeres Fasten, das Verschieben der Mahlzeiten in die Nachtstunden und die Neigung, das Fastenbrechen schnell zu vollziehen, können während des Ramadan zu plötzlichen Schwankungen des Blutzuckerspiegels führen.

Die Grundlage des Diabetesmanagements besteht aus regelmäßigen Mahlzeiten, ausgewogener Kohlenhydrataufnahme und kontrolliertem Energieverbrauch. Wenn während der Fastenzeit dieses Schema gestört wird, gerät der Körper in einen ungewohnten metabolischen Stress. Insbesondere das Auslassen der Suhur-Mahlzeit erhöht das Risiko einer Hypoglykämie während des Tages; übermäßiges Essen beim Fastenbrechen kann hingegen zu Hyperglykämie führen.

Mit einem geeigneten Ernährungsplan, Portionskontrolle und regelmäßiger Blutzuckerüberwachung können diese Auswirkungen verringert werden. Für Diabetiker ist es wichtig, den Ramadan sicher zu überstehen, indem sie ihre Ernährungsweise bewusst planen und bei Bedarf Unterstützung von Gesundheitsfachkräften in Anspruch nehmen.

Worauf sollten Diabetiker beim Fasten achten?

Um ihre Gesundheit während des Fastens zu bewahren, sollten Diabetiker auf Folgendes achten:

  • Der Blutzucker sollte regelmäßig gemessen werden. 

  • Hypoglykämiesymptome sollten beachtet werden. 

  • Übermäßiger Durst und Müdigkeit können auf einen hohen Blutzuckerspiegel hinweisen.

  • Die Zeiten für Medikamente und Insulin sollten nach Rücksprache mit einem Facharzt angepasst werden.

  • Auf die Suhur-Mahlzeit sollte nicht verzichtet werden. Das Fasten ohne Suhur kann das Risiko einer Hypoglykämie erhöhen.

  • Übermäßiges Essen nach dem Fastenbrechen sollte vermieden werden. 

  • Zwischen Fastenbrechen und Suhur sollte ausreichend Wasser getrunken werden. 

  • Schwere körperliche Aktivitäten sollten vermieden werden. 

  • Bei Schwindel, verschwommenem Sehen oder Herzklopfen sollte sich ausgeruht und der Blutzucker kontrolliert werden.

Was sollten Diabetiker zum Suhur essen?

Die Suhur-Mahlzeit ist eine der wichtigsten Schritte für Diabetiker, um den Blutzuckerspiegel im Laufe des Tages stabil zu halten. Diese Mahlzeit ist eine Vorbereitung auf eine längere Fastenperiode und sollte daher aus Lebensmitteln bestehen, die den Blutzucker nicht schnell ansteigen lassen, langsam verdaut werden und sättigen. Das Auslassen der Suhur oder das Konsumieren von einfachen Kohlenhydraten kann das Risiko einer Hypoglykämie während des Tages erhöhen.

Zum Suhur sollte eine Balance aus Lebensmitteln, die komplexe Kohlenhydrate wie Vollkornbrot, Hafer oder Bulgur enthalten, und Eiweißquellen wie Eier, Käse und Joghurt hergestellt werden. Proteine und Ballaststoffe verlangsamen die Magenentleerung und helfen, den Blutzucker stabil zu halten. Frisches Gemüse, gesunde Fettquellen und ausreichende Wasseraufnahme bilden ebenfalls die Basis der Mahlzeit.

Zuckerhaltige Speisen, Weißbrot, Gebäck und stark salzhaltige Lebensmittel werden bei der Suhur nicht empfohlen. Solche Lebensmittel können zu schnellem Hunger, Durst und Blutzuckerschwankungen führen. Eine ausgewogene, maßvolle und langsam eingenommene Suhur-Mahlzeit hilft Diabetikern, den Fastentag leichter zu überstehen.

Was sollten Diabetiker zum Fastenbrechen essen?

Das Fastenbrechen ist eine kritische Zeit, in der der Körper nach langer Fastenzeit wieder Nahrung aufnimmt. Für Diabetiker ist es wichtig, diesen Übergang kontrolliert zu gestalten, um Blutzuckerschwankungen zu vermeiden. Schnelles und übermäßiges Essen nach langem Fasten kann zu einem plötzlichen Anstieg des Blutzuckers führen. Daher sollte das Fastenbrechen langsam und geplant beginnen.

Das Fasten sollte mit Wasser und einer leichten Suppe zum Vorbereiten des Magens gebrochen werden, um eine plötzliche Überlastung des Verdauungssystems zu vermeiden. Eine kurze Pause vor dem Hauptgericht hilft, das Sättigungsgefühl zu erreichen und die Portionskontrolle zu erleichtern. Statt Frittiertem, extrem fettigen und zuckerreichen Speisen sollten Gemüsegerichte, gegrillte Eiweißquellen, Salat und Vollkornprodukte bevorzugt werden. Diese Lebensmittel sorgen für einen gleichmäßigen Anstieg des Blutzuckers.

Der Verzehr von Süßspeisen ist nicht völlig verboten; er sollte jedoch in Menge und Häufigkeit begrenzt werden. Anstelle von Sirup-Desserts können leichtere Alternativen gewählt werden. 

Häufig gestellte Fragen

Können Diabetiker beim Fasten den Blutzucker messen?

Ja. Die Blutzuckermessung bricht das Fasten nicht und ist für die Gesundheit von Diabetikern unerlässlich. Regelmäßige Messungen können helfen, riskante Senkungen und Erhöhungen frühzeitig zu erkennen.

Können Diabetiker, die Insulin verwenden, fasten?

Für einige Patienten kann das Fasten riskant sein. Personen, die Insulin verwenden, sollten unbedingt von einem spezialisierten Arzt bewertet werden. Es sollte keine eigenmächtige Entscheidung getroffen werden.

Wie oft sollte der Blutzucker gemessen werden?

Die Häufigkeit der Blutzuckermessung kann je nach Person variieren, aber bei Patienten in der Risikogruppe kann sie mehrmals am Tag notwendig sein. Messungen sollten insbesondere bei Schwächegefuehlen durchgeführt werden.

Warum ist der Wasserkonsum im Ramadan wichtig?

Unzureichende Flüssigkeitsaufnahme kann die Blutdichte erhöhen und zu Müdigkeit führen. Regelmäßiges Trinken von Wasser zwischen Fastenbrechen und Suhur ist für das metabolische Gleichgewicht unerlässlich.

Erstellungsdatum : 04.02.2026
Aktualisierungsdatum : 05.02.2026
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