Prämenstruelle Dysphorische Störung (PMDS) ist ein Zustand, der in einer bestimmten Phase des Menstruationszyklus auftritt und das Stimmungsempfinden, die Denkprozesse, das Verhalten und die tägliche Funktionalität einer Person deutlich beeinflussen kann. Obwohl es leicht mit dem häufiger vorkommenden prämenstruellen Syndrom (PMS) verwechselt werden kann, kann PMDS hinsichtlich der Schwere der Symptome, der Auswirkungen auf Arbeits-/Schulleistungen und sozialen Beziehungen schwerer verlaufen.
Prämenstruelle Dysphorische Störung (PMDS) ist ein Zustand, der während der prämenstruellen Phase des Menstruationszyklus auftritt und bei dem psychische Symptome im Vordergrund stehen. Obwohl PMDS Ähnlichkeiten mit dem oft in der Gesellschaft vorkommenden prämenstruellen Syndrom (PMS) aufweist, können die Symptome bei PMDS schwerwiegender, regelmäßiger und in einer Weise verlaufen, die die Lebensqualität beeinträchtigt.
Bei PMDS treten die Beschwerden in der Regel in der zweiten Hälfte des Menstruationszyklus (Post-Ovulations-Phase) deutlicher auf und können häufig mit Beginn der Menstruationsblutung abklingen oder ganz verschwinden. Dieses zyklische Merkmal ist eines der Unterscheidungsmerkmale der Prämenstruellen Dysphorischen Störung.
Es kann nicht gesagt werden, dass PMDS auf eine einzige Ursache zurückzuführen ist. Aktuelle wissenschaftliche Ansätze zeigen, dass der Zustand mit hormonellen Schwankungen in Verbindung steht, jedoch nicht nur durch hohe oder niedrige Hormonspiegel erklärt werden kann. Man könnte davon ausgehen, dass bestimmte regulatorische Systeme des Gehirns auf die sich während des Menstruationszyklus ändernden Hormone empfindlich reagieren.
Mögliche assoziierte Faktoren sind:
Empfindlichkeit gegenüber hormonellen Veränderungen im Menstruationszyklus
Bestimmte neurochemische Systeme, die an der Stimmungsregulierung beteiligt sind
Genetische Veranlagung
Stresslevel und Schlafmuster
Bestehende Angst oder Depressionsgeschichte
Diese Faktoren können die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Symptomen bei einer Person erhöhen; jedoch nicht gleichmäßig für jeden Einzelnen zutreffen.
Die Symptome der Prämenstruellen Dysphorischen Störung (PMDS) können in den Tagen vor der Menstruation auftreten und klingen oft mit Beginn der Menstruationsblutung ab. Diese Symptome sind nicht nur auf körperliche Beschwerden beschränkt; psychische, verhaltensbezogene und kognitive Auswirkungen stehen ebenfalls im Vordergrund. Die Schwere der Symptome kann die tägliche Aktivität, Funktionalität und sozialen Beziehungen einer Person erheblich beeinträchtigen.
Psychische (Emotionale) Symptome
Bei PMDS sind die häufigsten und deutlichsten Symptome im psychischen Bereich:
Intensive Stimmungsschwankungen
Deutliche Reizbarkeit, Wut und Anspannungszustände
Depressive Gefühle, Freudlosigkeit, Unlust
Ängste, Unruhe und innere Spannungen
Übermäßige emotionale Empfindlichkeit und plötzliche Weinausbrüche
Verhaltensbezogene Symptome
Zurückziehen
Schwierigkeiten bei der Erfüllung täglicher Pflichten
Leistungsabfall bei der Arbeit oder in der Schule
Veränderungen des Appetits oder erhöhte Essgewohnheiten
Kognitive Symptome
Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwierigkeiten
Gefühl geistiger Erschöpfung
Schwierigkeiten bei der Entscheidungsfindung
Vergesslichkeit und Geistesabwesenheit
Körperliche Symptome
Die körperlichen Symptome bei PMDS können PMS ähneln, jedoch verlaufen sie oft zusammen mit psychischen Symptomen:
Empfindlichkeit und Fülle der Brüste
Blähungen und Ödemgefühl
Muskel- und Gelenkschmerzen
Kopfschmerzen
Schwäche und Energiemangel
Prämenstruelles Syndrom (PMS) und Prämenstruelle Dysphorische Störung (PMDS) sind zwei unterschiedliche Zustände, die aufgrund der während der prämenstruellen Phase des Menstruationszyklus auftretenden Symptome häufig miteinander verwechselt werden können. Obwohl bei beiden Zuständen ähnliche körperliche und psychische Symptome auftreten können, gibt es wichtige Unterschiede hinsichtlich der Schwere der Symptome und der Auswirkungen auf das tägliche Leben einer Person.
PMS ist durch Symptome gekennzeichnet, die in der prämenstruellen Phase auftreten und meist mild oder moderat verlaufen. In dieser Phase können Blähungen, Brustempfindlichkeit, Kopfschmerzen und leichte Stimmungsschwankungen auftreten. Personen mit PMS können ihren Alltag in der Regel weiterführen; obwohl die Symptome störend sein können, beeinträchtigen sie die Funktionalität oft nicht deutlich.
Die Prämenstruelle Dysphorische Störung hingegen wird als ein schwerwiegenderer Zustand betrachtet. Bei PMDS stehen psychische Symptome im Vordergrund, und Stimmungsschwankungen, intensive Reizbarkeit, Ängste und depressive Gefühle können das tägliche Leben deutlich beeinflussen.
Obwohl beide Zustände mit dem Menstruationszyklus in Verbindung stehen und zyklisches Verhalten zeigen, verlaufen die Symptome bei PMDS regelmäßiger, schwerwiegender und wiederholt sich in jedem Monat. Bei PMS können die Symptome variabler sein und nicht in jedem Zyklus gleich stark auftreten.
Die Diagnose der Prämenstruellen Dysphorischen Störung (PMDS) wird nicht anhand eines einzelnen Labortests oder Bildgebungsverfahrens gestellt. Der Diagnoseprozess konzentriert sich auf einen klinischen Ansatz, um die Beziehung, die Schwere und die Auswirkungen der Symptome auf das tägliche Leben einer Person zu bewerten. Detaillierte Anamnese und regelmäßige Nachverfolgung bilden daher die Grundlage des Diagnoseprozesses.
Der erste Schritt bei der Diagnosebewertung besteht darin, wann die Symptome begannen, wie lange sie andauerten und welchen Verlauf sie im Menstruationszyklus nahmen, detailliert zu betrachten. Bei PMDS werden die Symptome in der prämenstruellen Phase deutlicher und können mit Beginn der Menstruationsblutung abklingen oder verschwinden. Diese zyklische Mustererkennung ist ein Kriterium für die Diagnose.
Im Diagnoseprozess wird häufig empfohlen, ein Symptomtagebuch zu führen. Die tägliche Aufzeichnung des Stimmungsempfindens, verhaltensbezogener Veränderungen und körperlicher Beschwerden über mindestens zwei Menstruationszyklen hinweg kann zur Beurteilung beitragen, ob die Symptome regelmäßig wiederkehren.
Depressionen, Angststörungen, Schilddrüsenerkrankungen oder einige chronische Gesundheitsprobleme können ähnliche Beschwerden verursachen, die nicht direkt mit dem Menstruationszyklus zusammenhängen. Daher ist der differenzialdiagnostische Prozess wichtig, um die Diagnose korrekt zu stellen.
Die Behandlung der Prämenstruellen Dysphorischen Störung richtet sich nach der Schwere der Symptome, dem Grad der Beeinträchtigung des täglichen Lebens einer Person und dem Gesundheitszustand. Das Hauptziel der Behandlung ist die Kontrolle der Symptome, der Erhalt der Funktionalität und die Unterstützung der Lebensqualität. Dieser Prozess erfordert eine individuelle Beurteilung, und es gibt keinen einheitlichen Therapieansatz.
Im ersten Schritt des PMDS-Managements ist die regelmäßige Überwachung der Symptome und die Klärung ihrer Beziehung zum Menstruationszyklus wichtig. In einigen Fällen können Lebensstiländerungen und unterstützende Ansätze zur Reduzierung der Symptomschwere beitragen. Regelmäßige Schlafgewohnheiten, Methoden zur Stressreduzierung und eine ausgeglichene Planung des täglichen Lebens sind unterstützende Elemente im Sinne des allgemeinen Wohlbefindens. Diese Ansätze sollen den Prozess unterstützen, nicht jedoch die Therapie selbst ersetzen.
In Fällen, in denen der psychische Aspekt der Symptome im Vordergrund steht, können psychologische Unterstützung und Beratungsansätze in den Behandlungsprozess einbezogen werden. Diese Methoden können einer Person helfen, das Stimmungsempfinden besser zu steuern, ihre Stressbewältigungsfähigkeiten zu verbessern und die Auswirkungen der Symptome auf das tägliche Leben zu reduzieren. Welche Methode geeignet ist, kann anhand einer klinischen Beurteilung festgestellt werden.
Nein. Während einige Beschwerden in der prämenstruellen Phase häufig sind, tritt die Prämenstruelle Dysphorische Störung in einer begrenzteren Gruppe auf und wird durch die Schwere der Symptome unterschieden. Sie tritt nicht bei jeder Person gleich auf und kann bei manchen Menschen überhaupt nicht vorkommen.
Die Symptome der PMDS können in den Tagen vor der Menstruation deutlicher werden und mit Beginn der Menstruationsblutung abklingen oder verschwinden. Die Anfangs- und Endzeit der Symptome kann jedoch von Person zu Person variieren.
PMDS kann insbesondere in Phasen mit intensiven Symptomen die Funktionalität einer Person verringern. Leistungsabfall bei der Arbeit, Schwierigkeiten in sozialen Beziehungen und emotionale Schwankungen können deutliche Auswirkungen auf das tägliche Leben haben.
PMDS kann insbesondere in Phasen mit intensiven Symptomen den Alltag einer Person erheblich stören. Leistungsabfall bei der Arbeit, Schwierigkeiten in sozialen Beziehungen und emotionale Schwankungen können deutliche Auswirkungen auf das tägliche Leben haben. Daher ist es wichtig, die Symptome zu erkennen und angemessen anzugehen.