Retinoblastom ist ein bösartiger Tumor, der im Kindesalter in der Netzhautschicht des Auges auftritt. Wenn es früh erkannt wird, kann sowohl das Leben des Kindes als auch die Sehfunktion erhalten bleiben. Daher ist es wichtig, über Retinoblastom korrekte und verlässliche Informationen zu besitzen, insbesondere für Eltern.

Was ist Retinoblastom?

Retinoblastom ist ein Tumor, der sich in der Netzhautschicht entwickelt, die sich im hinteren Teil des Auges befindet und eine grundlegende Rolle in der Sehfunktion spielt. Die Netzhaut besteht aus Zellen, die Licht wahrnehmen und an das Gehirn weiterleiten. Aufgrund einer genetischen Störung in diesen Zellen kann unkontrollierte Zellvermehrung auftreten, und ein Retinoblastom kann sich bilden.

Die Krankheit tritt normalerweise in der Säuglingsphase und im frühen Kindesalter auf. Sie kann in einem Auge (unilateral) oder in beiden Augen (bilateral) auftreten. In Fällen, in denen beide Augen betroffen sind, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine genetische Vererbung.

Was verursacht Retinoblastom?

Hauptursache des Retinoblastoms ist eine Mutation des Gens namens RB1. Dieses Gen hat die Aufgabe, die unkontrollierte Vermehrung der Netzhautzellen zu verhindern. Diese genetische Störung kann auf zwei verschiedene Arten auftreten:

  • Erbliches (genetisches) Retinoblastom: Kann durch eine genetische Mutation verursacht werden, die von der Familie weitergegeben wird. In diesem Fall können beide Augen betroffen sein, und die Krankheit tritt möglicherweise in einem jüngeren Alter auf.

  • Sporadisches (zufälliges) Retinoblastom: Kann ohne familiäre Vorgeschichte, lediglich durch Mutationen in den Netzhautzellen entstehen. Meistens ist nur ein Auge betroffen.

Für Personen mit familiärer Vorgeschichte sind frühzeitige und regelmäßige Augenuntersuchungen wichtig.

Was sind die Symptome des Retinoblastoms?

Retinoblastomsymptome zeigen sich meist durch visuelle Anzeichen, auf die Eltern achten. Die häufigsten Symptome sind:

  • Weiße Reflexion in der Pupille (Leukokorie): Beim Fotografieren kann ein weißer Lichtreflex durch den Blitz bemerkt werden, was eines der wichtigsten Anzeichen ist.

  • Schielen: Es sollte besonders auf das Auftreten von Schielbewegungen geachtet werden, die zuvor nicht vorhanden waren.

  • Rötung oder Schwellung des Auges: Unerklärliche und langanhaltende Rötungen sind von Bedeutung.

  • Probleme mit dem Sehen: Bei Babys können indirekte Anzeichen wie das Nichterfassen von Spielzeugen oder das Schließen eines Auges beobachtet werden.

  • Lichtempfindlichkeit

Wie wird Retinoblastom diagnostiziert?

Die Diagnose eines Retinoblastoms kann durch eine detaillierte Augenuntersuchung gestellt werden. Die Untersuchung des Augenhintergrunds bildet die Grundlage des Diagnoseprozesses. Bei Bedarf können zusätzliche Untersuchungen durchgeführt werden, um die Diagnose zu klären und die Ausbreitung der Krankheit zu bewerten.

Im Diagnoseprozess:

  • Die intraokularen Strukturen werden detailliert untersucht

  • Bildgebende Verfahren können verwendet werden

  • Eine genetische Bewertung kann erforderlich sein

Wie wird die Behandlung von Retinoblastom geplant?

Die Behandlung des Retinoblastoms wird unter Berücksichtigung vieler Faktoren geplant, wie dem Stadium der Krankheit, der Größe des Tumors, ob ein oder beide Augen betroffen sind und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Kindes. Der Behandlungsprozess erfordert einen multidisziplinären Ansatz.

  • Chemotherapie: Kann verwendet werden, um den Tumor zu verkleinern oder zu kontrollieren.

  • Lasertherapie und Kryotherapie: Sind lokale Behandlungsmethoden, die bei kleineren und begrenzten Tumoren bevorzugt werden können.

  • Strahlentherapie: Wird in speziellen und begrenzten Fällen in Betracht gezogen.

  • Chirurgische Behandlung: Kann bei fortgeschrittenen Fällen bevorzugt werden, in denen die Sehfunktion des Auges nicht erhalten wird.

Häufig gestellte Fragen

Ist Retinoblastom genetisch?

Einige Fälle von Retinoblastom sind genetisch bedingt. Besonders wenn beide Augen betroffen sind, sollte eine genetische Bewertung durchgeführt werden.

In welchem Alter tritt Retinoblastom auf?

Retinoblastom tritt normalerweise in den ersten Lebensjahren, bei Kindern unter 5 Jahren auf. Einige Fälle werden in der Säuglingsphase diagnostiziert.

Wird Retinoblastom in einem oder in beiden Augen gesehen?

Retinoblastom kann sowohl in einem Auge als auch in beiden Augen auftreten. Wenn beide Augen betroffen sind, besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit einer genetischen Vererbung, und der Überwachungsprozess wird enger geplant.

Wie lange dauert die Behandlung des Retinoblastoms?

Die Behandlungsdauer kann je nach Stadium der Krankheit, den angewendeten Methoden und der Reaktion auf die Behandlung variieren. Bei einigen Patienten ist eine kurzfristige Behandlung ausreichend, während in manchen Fällen ein längerer Überwachungsprozess erforderlich sein kann.

Erstellungsdatum : 26.12.2025
Aktualisierungsdatum : 29.12.2025
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